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WPD 1/2009 - Lebensmittelsicherheit + Acrylamid in Lebensmitteln

WPD 1/2009 vom Juni 2009 - Beitrag 1

Über die Sicherheit unserer Lebensmittel

Aktuelle Berichte bestätigen die hohe Qualität der Lebensmittel aller Warengruppen - insbesondere von Süßwaren und Knabberartikeln
Dr. Sebastian Kastrup, Hannover



Unsere Lebensmittel sind heute so sicher wie noch nie und werden dafür auch international hoch geschätzt - sagen die einen. Andere wiederum stellen die Lebensmittelsicherheit in Frage. Um die Sicherheit unserer Lebensmittel objektiv beurteilen zu können, wurden zwei Datenquellen ausgewertet: der jährliche Bericht der Lebensmittelüberwachung (national) und der Jahresbericht des europäischen Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF), ein Schnellinformations- und Warnsystem. Die Auswertung der aktuellen Daten aus dem Jahr 2007 zeigt, dass Lebensmittel aller Warengruppen in Deutschland als sicher zu bewerten sind. Süßwaren und Knabberartikel zählen ebenfalls zu den sicheren Lebensmitteln. Lebensmittelhersteller haben ein umfangreiches Qualitätsmanagement etabliert, das voraus plant, die gesamte Herstellungskette umfasst ("from farm to fork") und so das Auftreten von Fehlern minimiert. Besondere Herausforderungen erwachsen aus den Fortschritten bei der Analytik. Nachweisgrenzen sinken, und es werden "neue" Verbindungen entdeckt, die die Entwicklung angepasster Minimierungsstrategien erfordern. <>

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WPD 1/2009 vom Juni 2009 - Beitrag 2

Acrylamidgehalte in Lebensmitteln deutlich reduziert

Minimierungskonzepte der Industrie greifen
Prof. Dr. Reinhard Matissek, Köln

Im April 2002 wiesen schwedische Wissenschaftler erstmals Acrylamid in Lebensmitteln nach. Es entsteht in Lebensmitteln als so genanntes "foodborne toxicant" bei starker Erhitzung von kohlenhydratreichen Lebensmitteln, insbesondere von Kartoffeln und Getreide. Da hohe Gaben von Acrylamid im Tierversuch erbgutschädigende und krebserregende Wirkungen gezeigt hatten, hatte die International Agency for Research on Cancer der Weltgesundheitsorganisation WHO (IARC) Acrylamid bereits in die Kategorie 2A "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Eine Risikobewertung für den Menschen ist nach wie vor schwierig, weil Daten aus Studien fehlen. Ziel im Sinne des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes ist folglich, durch die Reduzierung des Gehaltes von Acrylamid in Lebensmitteln die Aufnahme durch den Menschen möglichst gering zu halten. Die Hersteller haben in den letzten Jahren durch vielfältige Maßnahmen die Acrylamidgehalte relevanter Produkte, wie z. B. Feiner Backwaren und Kartoffelchips, erfolgreich reduziert und verfolgen Minimierungskonzepte mit Nachdruck weiter. Auch im privaten Haushalt kann ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, die Bildung von Acrylamid zu minimieren. <>

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