WPD 1/2008 vom Januar 2008 - Beitrag 1
Weichenstellung im Mutterleib
Wie lebenslanges Übergewicht und Diabetes durch fetale und neonatale Überernährung vorprogrammiert werden
Prof. Dr. med. Andreas Plagemann, Berlin
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Abbildung WPD 1/2008
Störungen der Ernährung und des Stoffwechsels sowohl während der fetalen Entwicklung als auch beim Neugeborenen können zu lebenslangen Krankheiten, wie z. B. Übergewicht und Diabetes, führen. Dies ist unabhängig von einer genetischen Veranlagung und hängt insbesondere mit Hormonen, wie Insulin und Leptin, zusammen. Treten sie während bestimmter, kritischer Phasen der frühen Entwicklung des Ungeborenen in anormalen Konzentrationen auf, kann das zu einer anhaltenden Fehlprogrammierung ihrer eigenen grundlegenden Regelsysteme führen. Ein dauerhaft erhöhtes Erkrankungsrisiko haben Kinder von diabetischen Müttern sowie von übergewichtigen Schwangeren, da sie als Ungeborene allgemein überernährt werden. Auch eine Überernährung des Babys nach der Geburt kann zu solchen Langzeitfolgen führen, wovon Neugeborene mit vergleichsweise niedrigem Geburtsgewicht besonders betroffen sind. <
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WPD 1/2008 vom Januar 2008 - Beitrag 2
Risiko Trans-Fettsäuren?
Bei üblichen Verzehrsgewohnheiten nur geringe Bedeutung für die Entstehung von Atherosklerose
Prof. Dr. Andreas Hahn, Hannover
Trans-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, die als Bestandteil von Nahrungsfetten aufgenommen werden. In größeren Mengen konsumiert, wirken sich Trans-Fettsäuren negativ auf den menschlichen Fettstoffwechsel aus: Ab einer Zufuhr von mehr als 4 Prozent der Nahrungsenergie wird von einem gesteigerten Atherosklerose-Risiko ausgegangen. Natürlicherweise kommen Trans-Fettsäuren vor allem in Lebensmitteln vor, die von Wiederkäuern gewonnen werden, wie Milch oder Rinderfett, und machen hier 2 bis 8 Prozent der enthaltenen Fettsäuren aus. Trans-Fettsäuren entstehen auch beim lebensmitteltechnologischen Prozess der Teilhärtung von Fetten, z. B. bei der Herstellung von Margarine, Back- oder Streichfetten. Partiell gehärtete Fette finden in der Lebensmittelproduktion vielfältige Anwendung, werden aber zunehmend durch Alternativen ersetzt. Auch durch technologische Verbesserungen bei der Fetthärtung und durch Rezepturänderungen sind die Gehalte an Trans-Fettsäuren in Lebensmitteln deutlich rückläufig. In Deutschland liegt die Aufnahme an Trans-Fettsäuren im Mittel unter 1 Prozent der Gesamtenergie und damit in einem als unbedenklich geltenden Bereich, bei Personen mit hohem Fast-Food-Verzehr hingegen kann die Zufuhr beträchtlich ansteigen. <>
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