WPD 2/2009 vom September 2009 - Beitrag 1
Fruktosezufuhr als Ursache von Übergewicht nicht belegt
Eine Bewertung der Forschung zur Rolle von Fruktose bei der Entstehung von
Übergewicht und kardiovaskulären Risikofaktoren
Prof. Dr. med. Hans Hauner, München
Abbildung WPD 2/2009
Schon vor einigen Jahren hatten Wissenschaftler in den USA auf der Grundlage epidemiologischer Daten eine Verbindung zwischen der wachsenden Zahl Übergewichtiger und der gestiegenen Zufuhr von Fruktose durch den Konsum von mit "High-Fructose-Corn-Syrup" (HFCS) gesüßten Erfrischungsgetränken hergestellt. Viele Studien untersuchten seither die Effekte einer fruktosereichen Kost auf den Stoffwechsel und die Hormonsysteme. Ein Zusammenhang zwischen der Zufuhr an Fruktose, wie er über eine normale Kost erfolgt, und Übergewicht ist aber bislang wissenschaftlich nicht belegt. Möglicherweise hat Fruktose in den bisherigen Zufuhrmengen sogar eher positive metabolische Effekte. <
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WPD 2/2009 vom September 2009 - Beitrag 2
Schlafmangel als Dickmacher?
Epidemiologische und experimentelle Befunde
Prof. Dr. Jan Born und Dr. Christian Benedict, Lübeck
Ergebnisse großer Bevölkerungsstudien deuteten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der nächtlichen Schlafdauer und dem Risiko, übergewichtig bzw. adipös zu werden, hin. Ein chronisch verkürzter Nachtschlaf, wie er in den letzten Jahrzehnten in den Industrieländern zunehmend zu beobachten ist, scheint beim Menschen eine Gewichtszunahme zu fördern. Neueste Studienergebnisse zeigen, dass experimenteller Schlafentzug das Hungergefühl und die Nahrungsaufnahme während der anschließenden Wachphase steigert. Diese Effekte, die auf ein Ungleichgewicht zwischen sättigenden (anorexigenen) und Hunger auslösenden (orexigenen) Hormonen zurückgeführt werden, könnten somit unter dauerhaftem Schlafmangel die Entwicklung einer Adipositas beim Menschen begünstigen. <>
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